Zufriedene Kunden und Empfehlungen sind die wertvollsten Auszeichnungen für jeden Texter. Doch zwischendurch tut es gut, wenn auch Kolleginnen und Kollegen die Arbeit beurteilen und erklären, warum sie ihnen gefällt. Zum Beispiel Jury-Mitglied Franco Item in seiner Laudatio, als mich die Schweizerische Text Akademie am 30. August 2008 mit dem Swiss Text Award ausgezeichnet hat:

«Virtuos und vielstimmig spielt Roger Hausmann auf seiner Text-Klaviatur, die mehr Textsorten kennt als das Alphabet Buchstaben. In seiner Schreibwerkstatt schleift, klopft und hobelt er seit acht Jahren an jedem Wort, bis es sitzt. Das Resultat ist ein grossartiges Mosaik aus eindrücklichen Texten, die einfach passen. Roger Hausmann ist ein Schwerarbeiter nach dem Motto: Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben.»

Noch wichtiger als die Texterfeder ist mir mein Eintrag im Schweizer Berufsregister der Texterinnen und Texter. Die Aufnahme ist anspruchsvoll: Alle drei Jahre müssen drei aktuelle Arbeiten eingereicht werden, die bis zu zwölf neutrale Fachleute prüfen. Die Kriterien reichen vom sprachlichen Handwerk über Form, Kommunikationsziel, Aufmerksamkeitsförderung und Dramaturgie bis zur Kongruenz. Als erster und einziger Texter bin ich vier Mal aufgenommen worden, ohne ein Mal zu scheitern.

Auch für die Aufnahme in den deutschen Fachverband Freier Werbetexter musste ich drei Arbeiten einreichen. Offenbar haben die Beispiele die Kommission überzeugt: Ich bin seit Anfang 2011 Mitglied, übrigens als einziger Texter aus der Schweiz.